Freitag, 19. Januar 2007

Allgemeiner Unmut

Warum ist man eigentlich nicht in der Lage zuzuhören?
Was ist so schwer daran?
Warum unterbricht man den Redner, sobald man das Gefühl hat, ihn verstanden zu haben?
Und sagt ihm, das ist falsch, was Du sagst.
Würde man zuhören, bis zum Schluss warten, dann wäre diese "Falschheit" wahrscheinlich überhaupt nicht gegeben, man würde womöglich erkennen, dass man am Punkt der Unterbrechung nur falsch verstanden hat.

Ich verlasse ja auch nicht in der Pause das Theater, wütend, und sage: Das Ende ist schlecht.

Ich weiß, es ist so bekannt.
Aber warum machen wir es trotzdem weiter und weiter?

Mittwoch, 17. Januar 2007

Jerome ist ohne Arme aufgewachsen.
Er brauchte sich nie Gedanken darum zu machen, wie er diese wohl richtig einsetzt - was man damit alles anstellen mag.
Vor Auseinandersetzungen, die in Faustschlägen enden würden, hatte er keine Angst. Selbst bei größtem Kontrollverlust: Es würde ihm niemals passieren können, einem anderen mit geballter Hand ins Gesicht zu schlagen.
Diese Erkenntnis erleichterte ihm den Alltag sehr.
Zumindest gelang es ihm dadurch, den Verlust einigermaßen zu verkraften.
Dabei hat er sie nicht einmal verloren. Wieso Verlust?
Jerome kam bereits armlos zur Welt.
Der Bezug zum anderen ließ ihn erst erahnen, was es wohl heißt, zwei Arme zu haben.
Oft fragte er sich, wie es sich wohl anfühlen mag, mit zwei Armen, zwei Händen, zehn Fingern.
Er brauchte sich nie Gedanken darum zu machen; er tat es aber - unentwegt.
Und immer dieses Gefühl des Verlustes. Das Fehlen zweier Extremitäten.
Nichts fehlte ihm mehr. All die Fragen nach dem womöglichen Besitz, wie fühlt es sich an?, was verpasse ich?, was könnte ich damit wohl machen?.
Obwohl es ihm verwehrt blieb, in Erfahrung zu bringen, was Greifen, Händeschütteln und und und überhaupt heißt, es fehlten ihm stets exakt zwei Arme, nie nur einer oder drei.
Schon früh entstand ein großer Hang zum Schreiben.
Nächtelang lag er wach, fragte sich, wie es wohl wäre, einen Stift zwischen die "heiligen" Drei Seiner rechten Hand zu legen und filigrane Zeichen auf ein Stück Papier zu malen.
Dass er Rechtshänder wäre, davon war Jerome überzeugt.



Fortsetzung folgt

Dienstag, 16. Januar 2007

Denkanstößig

Kurzerweile
Mittlerweile
Dauerweile
Dau

"Bei den Chöralen ist die Melodie gleichzeitig Oberstimme."
"Herr Ober, bitte pfeifen sie ihr Lied!"
Ausverkauftes Joghurtdropsoufflé nach Souffleusen-Art, mit Riesen-Knödel-Terpentinölmantel.
Hupf hupf hupf die Weisenbahn
Ref. aus

uiuiuiuiuiui

Jandlverdächtig

ding ding
ding dong ding
dong ding dong
ding dong

Heißenbüttelverdächtig

In Anlehnung an die Wand
Strandkorbstrand
heißa Sand
Suppenschmand
Hand
auf zu
Klappstuhlfahrer
wagenmutig
wagenhals
Schuppengrün

Wo gehebelt wird da fallen Zähne

jetzt ein langer Satz und wieder vorn von Sesam räume Dich und "und" und "so" weiter; Semmelkolon preußische Jugend. Scheuschlik-Spaß
Immer essen i mehr im Meer

Salzgehalt liegt bei 1246 Auro Nette

Schmier-Funk

Montag, 15. Januar 2007

Tatsachengerücht

Gestern (warum immer gestern?)...
Es war einmal ein kleiner feiner Heiterkeitenmann.

Jeden Morgen (warum eigentlich immer Morgen?)...
Ganz gleich, zu welcher Zeit man an seinem Laden vorbeikam, die Türe war stets geschlossen.
Bald sollte sich herausstellen, dass es sich hierbei gar nicht um seine Türe handelte, sondern um die der Frau Chen, die zwei Ecken weiter wohnt (ganz sicher wohnt, da es auch heute noch der Fall ist).
Frau Chen ist orthodoxe Oster Siatin und öffnet ihre Pforten nie vor Palmsonntag.
Um diese Zeit bin ich meist in anderen Läden.
Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich der Laden nie auf mich einlassen kann.



Ihr Kleckerfuß

Sonntag, 14. Januar 2007

Iehdülle

Es gibt Leute, die hören für ihr Leben gern Schopeng und List und Dwoschack
Andere hören lieber Heiden, Packenienie, Debühssie

Ich aber genieße am liebsten deren Musik*







*Schopeng besitzt z.B. Platten von Björk

Donnerstag, 11. Januar 2007

Ausflut

Draußen

ein Woimmerland
ein Auch
ein Schon

Silbenbesteck
"Guten Tag"
Die Geste verschwindet im Blick

Zahlen treiben das zuckende Hirn
zum errechneten Punkt

Die Worte der Welt:
"Pinnummer bitte und einmal auf Grün"

Dann alles in Plastik gepackt

"Auf..."

Bewegungsautomat
ziellos gerichtet
dort:

Tür auf
Tür zu
Schlafen